Vortrag von Frau OA Dr. Jutta Dippelreither-Kunz

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

 

Wir wissen alle - Diabetiker sollen:

   *  Viel Bewegung machen - Bewegung senkt den Blutzucker
   * Abnehmen - Verbessert die Insulinresistenz
   * Diät halten - Gesünder essen, Fett reduzieren.
   * Blutdruck unter 130/80 
   * regelmäßig Blutzucker messen
   * regelmäßig zum Augenarzt gehen - Retinopathie           

   

Und warum tun wir es dann nicht?

Weil Wissen und Verhalten zwei paar Schuhe sind

 

Was der Umsetzung von guten Vorsätzen im Wege steht

    *  Gewohnheit
    *  Wenig Zeit
    *  Vergessen
    *  Die Alternative ist attraktiver
    *  Die anderen Familienmitglieder machen nicht mit
    *  Bequemlichkeit

 

Und wie können wir diese Hindernisse überwinden?

MIT DER RICHTIGEN MOTIVATION!

Mit der Aneignung von neuen Gewohnheiten

Hilfe durch Gleichgesinnte

 

Was kann zum Beispiel Motivation sein

   *  Angst vor Herzinfarkt, Polyneuropathie, Schlaganfall ...
   *  Damit der Arzt nicht "meckert"
   *  Um Fit zu werden
   *  Um besser auszusehen
   *  Um Geld zu sparen
   *  Konkurrenz
   *  Zwang

     

Lerntheorien, wie kann Verhalten erlernt werden ?

   *  Nachahmung
   *  Positive Verstärkung (Belohnung)
   *  Negative Verstärkung (Bestrafung)
   *  Bedingte Reflexe (Pawlow'sche  Hundeversuche)
   *  Versuch und Irrtum

 

Nachahmung

   *  Besonders Kinder lernen viel durch Nachahmung,
   *  für Nachahmung braucht es Vorbilder,
   *  die sind hoffentlich gut
   *  Könnte eine große Rolle in der Prävention von Diabetes spielen

 

Positive Verstärkung

   *  Erwünschtes Verhalten wird belohnt
   *  Belohnung kann unmittelbar erfolgen (wirkt meist besser) - wenn
      man gelobt wird, wenn etwas gut Schmeckt, wenn man etwas dafür
      bekommt
   *  Oder verzögert - wenn man z.B. besser aussieht, wenn man um
      15 kg weniger hat

 

Negative Verstärkung

   *  Bestrafung, wirkt an sich schlechter als Belohnung
   *  Besser wenn sofort  (z.B. Tadel)
   *  Wenn zu lange dauert neigt man eher zur Verdrängung

 

Bedingte Reflexe

   *  Kann man wahrscheinlich im Zusammenhang mit Verhaltens-
      änderung in Richtung Gesundheit nicht gut nützen, aber
   *  Ist ein Mittel zur Manipulation (Fernsehwerbung)

 

Faktoren, die für die Erlernung neuer Inhalte eine Rolle spielen

   *  Wiederholung
   *  Verständnis
   *  Verknüpfung mit bereits bekanntem
   *  Interesse

 

Bewegung, es muss ja nicht gleich Sport sein

   *  Kurze Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen
   *  Treppe benutzen
   *  Gymnastik beim Zähneputzen
   *  Heimtrainer vor dem Fernsehgerät
   *  Hund zulegen
   *  Das "gute alte" Spazieren gehen

 

Wie können wir uns gesunde Ernährung schmackhaft machen?

   *  Indem wir sie gut zubereiten - Kräuter und Gewürze verwenden
   *  Man isst auch "mit den Augen"
   *  Genuss ist erwünscht (weil ein positiver Verstärker)
   *  Indem wir etwas finden was uns gut schmeckt und trotzdem
      gesund ist
   *  Man muss auf nichts verzichten, es ist alles eine Frage der Menge

Und was haben Sie für Vorschläge?

   *  Eigenverantwortung übernehmen
   *  Wir müssen selber wollen, sonst geht gar nichts

    

Sie müssen die Straße auf der Sie gehen selber Pflastern!

Sie selber können die Länge dieser Straße entscheidend mitbestimmen.

 

 

Wir danken Frau  Dr. Jutta Dippelreither-Kunz. für Ihren lehrreichen Vortrag.
                                                                          Walter Tesch