Gefäße-Vortrag von Dr. Strasser
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Vortrag von Dr. Strasser am, 7.04.2005 bei den Diabetikern Hainburg Kann man dagegen etwas tun, ja, man muss etwas tun , man muss Eigenverantwortung übernehmen und mit Hilfe von Arzt, Schwester und Selbsthilfevereinen sehen, dass man die Sache in den Griff bekommt. Sich nur auf die Medizin verlassen und selbst nichts dazu beitragen, ist sicher der falsche Weg. Angiopathie, Makro- und Mikroangiopathie, übersetzt, die Gefäßleiden und zwar die Gefäßleiden der großen und der kleinen Gefäße, wir sprechen von den Arterien. Arterien sind Gefäße, die Blut vom Herzen in die Peripherie pumpen, Blut voll mit Nährstoffen und ganz besonders wichtig, Sauerstoff, ohne Nährstoffe und Sauerstoff funktioniert nichts. Makroangiopathie bedeutet die Veränderungen der großen Gefäße, wie Hauptschlagader in der Bauchhöhle, die großen Gefäße an den Beinen. Gibt es Veränderungen an den großen Gefäßen, führt dies zu einer Verschlechterung der Durchblutung und der Durchblutungssituation in der Peripherie, der Haut, der Sehnen, der Knochen, Bindegewebe und Nerven. Mikroangiopathie betrifft die kleinsten Gefäße, die Kapillaren, ganz kleine Gefäße bis ganz in die Peripherie. Diese kleinen Gefäße benötigen wir, dass das rote Blutkörperchen mit Sauerstoff beladen, die Peripherie mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann. Wenn man jetzt Durchblutungsstörungen hat, sieht man da sofort, dass der Sauerstoff fehlt, da die Peripherie so blau reflektiert, erste Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Also aufpassen auf die großen Gefäße, aufpassen auf die kleinsten Gefäße. Was sind die Ursachen für diese Gefäßveränderungen, beim Diabetiker die schlechte Stoffwechseleinstellung, der hohe HBA1C Wert, beim Raucher das Nikotin, beim Übergewichtigen der Bewegungsmangel, ist man Diabetiker, raucht und ist vielleicht auch noch übergewichtig, so hat man ein wesentlich höheres Risiko, als jemand der nur Diabetiker oder nur Raucher ist. Soweit die Ursachen und jetzt müssen wir diagnostizieren. Der Arzt muss bei der Diagnose alle fünf Sinne einsetzen, die Augen, die Ohren, man muss zuhören, die Nase um zu riechen, er muss reden, angreifen, also alle fünf Sinne irgendwie einsetzen. Man fragt, haben Sie Schmerzen, wo, wann in Ruhe oder bei Bewegung, wie weit können sie gehen, bevor die Schmerzen kommen, können Sie Stiegensteigen, haben Sie Veränderungen an der Haut, sind offene Stellen da. Das nächste bei der Diagnostik ist die Inspektion, dass heißt, man sieht sich die Beine an, wichtig ist das sich der Doktor beide Beine ansieht um Vergleiche anstellen zu können, gibt es Veränderungen an den Nägeln, wichtig die Zwischenzehenfalten. Hier können sich kleine Geschwüre breit machen, ohne dass man es merkt. Beim Diabetiker die Belastungszonen, wie Zehenkuppen, Mittelfußköpfchen, Ferse, ganz wichtig ob Schwielen da sind, Schwielen bedeuten beim Diabetiker auch eine Form der Neuropathie. Neuropathie ist eine Nervenveränderung für die auch die kleinen Gefäße verantwortlich sind. Es gibt Diabetiker die bekommen einen Herzinfarkt und spüren das nicht durch die Neuropathie, durch die Nervenschädigung. Neben den Arterien muss man aber auch die Venen anschauen ob das Blut noch richtig abtransportiert wird, ob die Venenklappen noch richtig schließen. Man muss also Arterien und Venen beachten um festzustellen ob er Krampfadern oder Venenschwäche hat. Eines der einfachsten Mittel, um einen guten Überblick über die Gefäßsituation zu bekommen ist der Doppler, es ist eine schmerzlose Untersuchung kostet nicht viel und man kann anhand der Geräusche heraushören ob eine Verengung der Gefäße da ist. Ich würde jeden Diabetiker empfehlen einmal im Jahr so eine Untersuchung machen zu lassen. Mit diesen einfachen Maßnahmen kann man schon ein Screening machen und sagen das und das gehört gemacht. Um eine deutlichere Aussagekraft über den Durchblutungszustand zu bekommen gibt es den Dopplerindex, beim Dopplerindex wird mittels Blutdruckmanschette der Blutdruck am Bein und am Arm gemessen. Ist der Dopplerindex nicht befriedigend, muss man weiterarbeiten, das heißt gezielte spezielle Ultraschall-Untersuchungen, Angiographie oder die MR-Angiographie Bei der Therapie der Gefäßveränderungen steht an erster Stelle und da ist jeder für sich selbst verantwortlich, die Risikofaktoren zu reduzieren, das heißt weniger Essen, Rauchen aufgeben, mehr Bewegung machen und die Diabetes-Einstellung verbessern, die regelmäßigen Kontrollen die Beratung usw.. In den Selbsthilfegruppen gibt es den Erfahrungsaustausch, einer sagt dem anderen wie er zurecht kommt und man macht gemeinsam Bewegung, in der Gruppe fällt es leichter als wenn man alleine ist und Spaß macht es auch. Der letzte Schritt oder der vorletzte Schritt ist die BY-Pass Operation bei der versucht wird durch körpereigenes oder körperfremdes Material, die Verstopfungen oder Verengungen der Gefäße zu umgehen, die Entscheidung ob man das macht, muss mit dem Patienten, dem Gefäß-Chirurgen, dem Angiologen, dem Internisten gemeinsam getroffen werden. Diese Eingriffe muss man exakt Planen aber man hat dadurch die Möglichkeit langstreckige Verengungen zu umgehen und zu schauen, dass wieder Blut bis zu den Zehen gelangt, denn dort wo Blut ist, wo Sauerstoff ist, kann man Heilung erzielen. Wir danken Herrn Dr. Strasser, für seinen interessanten Vortrag. Walter Tesch
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| Beim Info-Tisch |
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| Eintragung ins Gästebuch |
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| 50 Teilnehmer hören aufmerksam zu |
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| Herr Dr. Adalbert Strasser bei seinem Vortrag |
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| Herr Dr. Strasser trägt sich im Gästebuch ein |
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| Walter Tesch bedankt sich für den interessanten Vortrag und übergibt die Ehrenmitglied-Urkunde |
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| Ein paar Fragen werden noch schnell beantwortet. |
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